Wenn am Abend des 27. Dezembers das warme Licht aus der historischen Aula auf die Bahnhofstraße vor der Friedrich-Wilhelm-Schule trifft, weiß jeder Eschweger: Es ist Zeit für eine liebgewonnene Tradition. Auch 2025 lud die Ehemaligenvereinigung der Eschweger Gymnasien zur legendären Feuerzangenbowle ein – ein Termin, der fest im Kalender der Ehemaligen verankert ist.
Ein Fest für die Sinne und die Gemeinschaft
Die Atmosphäre in der festlich hergerichteten Aula war wie gewohnt magisch: Während auf der Leinwand Heinz Rühmann als Hans Pfeiffer seine Schülerschwänke trieb, brodelte es auf den Tischen im Saal ganz real. In gemütlichen Runden beobachteten die Gäste, wie der Rum über die Zuckerhüte gegossen wurde und die bläulichen Flammen das Traditionsgetränk zum Leben erweckten.
Dass die Veranstaltung nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat, bewies die Besucherzahl wieder eindrucksvoll: über 125 Gäste konnten begrüßt werden. Besonders erfreulich war die hohe Präsenz junger Besucher und zahlreicher Neumitglieder, die das breite Altersspektrum bereicherten.
Schon in der Vergangenheit sorgte der enorme Andrang mitunter für logistische Herausforderungen, wie etwa im Jahr 2022, als Vorräte kurzfristig nachgebessert werden mussten. Der Vorstand bewies dieses Jahr strategisches Geschick: Um eine entspanntere Atmosphäre zu schaffen und dem „Besucherstrom“ gerecht zu werden, wurde die gesamte Theke aus der Aula ausgelagert. Diese Entzerrung schuf mehr Raum für Gespräche und ein gemütliches Miteinander, das sich für viele Gäste wieder bis in die späten Abendstunden hinzog.
Für das leibliche Wohl sorgte erneut das erfahrene Team der Gaststätte „Zur Krone“. Souverän hüteten sie die Feuerzangenbowlen und versorgten die Gemeinschaft mit kalten sowie warmen Getränken. Ein besonderer Dank gilt zudem der tatkräftigen Unterstützung durch Hausmeister René Pollak und das Reinigungsteam der FWS, welche die reibungslose Vor- und Nachbereitung dieses Großevents ermöglichten.
Die Feuerzangenbowle 2024 war mehr als nur ein Umtrunk; sie war ein lebendiges Zeugnis für den Zusammenhalt der gymnasialen Eschweger Schulfamilie, die über Generationen hinweg die Verbundenheit zu ihrer alten Wirkungsstätte pflegt.
Lorenz Schöggl




