Alte Penne Eschwege

Vorschau auf die Alte Penne 117, Juli 2020

Schweren Herzens hatte sich der Vorstand der Ehemaligen-Vereinigung im September 2019 dazu durchgerungen, die Jahrzehnte alte Tradition des Johannisfest-Schoppens am Samstagnachmittag im Festzelt aufzugeben und in die Kulturfabrik E-Werk am Eingang zum Eschweger Werdchen zu verlegen. Grund waren die Schwierigkeiten mit der gastronomischen Versorgung der Gäste des Treffens im Festzelt seit dem Wechsel von Festwirt Hendrich zu neuen Betreibern vor einigen Jahren.

Covid19 hat nun völlig neue Realitäten geschaffen und das bis dato Undenk­bare Realität werden lassen: Eschwege ohne Johannisfest.

Die Redaktion der Alten Penne zeigte sich entschlossen, trotz Coronakrise das Thema Johannisfest nicht einfach so unter den Tisch fallen zu lassen und bat Gerd Strauß, Eschweger Historiker und Mitglied unserer Vereini­gung um einen Beitrag für die Alte Penne 117 zum Thema Johannisfest. In seinem Text „Betrachtungen zum Jo­hannisfest“ beleuchtet Strauß Aspekte des Festes vom Beginn des 20. Jahr­hunderts bis zum Ende der sechziger Jahre.


Der Eschweger Schlossplatz steht im Zentrum von gleich vier Artikeln der Alten Penne 117.

Der Stadtarchi­var im Ruhe­stand, Dr. Karl Koll­mann, berichtet über die archä­ologische Unter­such­ung des Bau­grundes im Bereich des ehema­ligen Schlosshotels, der aus­ge­­wiesene Kenner der Ge­schichte der Eschweger Gastro­nomie, Jürgen Beck, beleuchtet die Geschichte des lange Zeit „ersten Hauses am Platze“, des Schloss­hotels, und der Architekt des Werra-Meiß­ner-Kreises und Mitglied des Kreis­tages, Theodor Sternal, stellt die Planungen zum Neubau des Verwaltungsgebäudes des Kreises am oberen Schlossplatz vor.

Zum Werraufer hin runden die Stadt­ansichten von Manfred Heide mit der Darstellung der Verände­rungen in der Schildgasse in den 1970er Jahren das Thema ab.


Den Spuren jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis und der Einrichtung des außerschulischen Lernortes in der ehemaligen Synagoge in Abterode widmet sich Dekan i.R. Dr. Martin Arnold in seinem Beitrag.

Die Eta­blie­­­rung einer Erinnerungs­kultur und das Erreichen der jungen Generation 75 Jahre nach Ende des Nationalsozi­alismus sind die zentralen Anliegen. Jüdisches Leben und jüdische Schicksale sind auch der Schwerpunkt der Eschweger Geschichtsblätter Nummer 31, die in der Rubrik „Blick ins gute Buch“ in der Alten Penne 117 besprochen werden.

Vorstand und Redaktion wünschen schon jetzt viel Vergnügen bei der Lektüre.